RR II

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Mark Rothko (1903-1970). Self-portrait. 1936, Öl auf Leinwand, 81,9 x 65,4 cm. Collection Christopher Rothko © 1998 Kate Rothko Prizel & Christopher Rothko / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Punkt 10 Uhr. Die Pforten des weißen Kubus öffnen sich. Schulklassen und Kunstbeflissene jeden Alters drängen in die Ausstellung, die sich über drei Stockwerke erstreckt. Jeder kennt die typischen Bilder Rothkos: drei Farben erschaffen ein Universum. Der Betrachter empfindet fast spirituelle Gefühle, angesichts der Intensität der Bilder. Doch die Entdeckung waren Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers. Stellvertretend: “The Rites of Lilith” aus dem Jahr 1945. Als Gewinn erweist sich auch die Kombination einiger Arbeiten Rothkos mit den Landschaftsbildern von Caspar David Friedrich. Einsichten schaffte die Möglichkeit, digital in seinen Skizzenbüchern zu blättern. In den Begleittexten gab Rothko seiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass seine Bilder “friedlich” und “fast religiös” wirkten, da sie aus Gewalt entstanden seien. Es müssen gewaltige innere Kräfte gewesen sein: Denn 1969 verliess der Künstler seine Familie, um in seinem Atelier zu leben. 1970 verübte er dort Selbstmord.

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