Zum Schreien

Zum Schreien. Gibt es eine Googlefizierung des Online-Journalismus? Gerade habe ich ein Gutachten für die Ebert-Stiftung gelesen. “Klicks, Quoten, Reizwörter : Nachrichten-Sites im Internet - Wie das Web den Journalismus verändert”. Die Autoren Stefan Range und Roland Schweins zeichnen ein pessimistisches Bild von der Entwicklung des Journalismus im Web. Eine These: Wirtschaftliche Zwänge erforderten es, für die Suchmaschine zu schreiben. Um Klicks zu generieren. Stichwort: hohe „Keyword-Dichte“. Eine Aussage, die ich so ähnlich auch von Bloggern höre, die ihre Webpräsenz für Google optimieren wollen. Sprachwitz, ungewöhnliche Ansätze und Formulierungen blieben dabei auf der Strecke. Mal abgesehen davon, dass mich die Macht der Maschine über den Menschen gruselt: ich generiere lieber Kicks statt Klicks und mache jetzt meinen Knicks…