Jäger und Sammler: Harald Falckenberg

“Als ich anfing zu sammeln, hatte ich keine Ahnung”. Dr. Harald Falckenberg erinnert sich amüsiert. “Dann habe ich mich mit Strukturalismus beschäftigt.” Studien über Kunst und Philosophie folgten. Sein jetziger Stand? “Man muss sich vom Selbstbehauptungswillen trennen, um wieder offen zu werden”.
Eigentlich sollte der Jurist, Unternehmer und exzessive Sammler, der 1500 Werke sein eigen nennt, über simulierte Wirklichkeit sprechen. Und über Medienkunst. Das Kultwestwerk hatte zum Vortrag mit anschliessender Diskussion in die Altonaer Große Bergstraße eingeladen. Falckenberg schlug einen grossen Bogen von der Entdeckung des Lokalen als Abgrenzung gegenüber der Globalisierung (Sloterdijk), über die Psychoanalyse und die Hirnforschung zum innovativen Austausch von Alt und Neu, Moderne und Postmoderne. Etwa 30 Zuhörer waren mit ihren Gläsern in der Hand in die Polstermöbel gesunken. Wohnzimmeratmosphäre. Ein Sammelsurium von Stühlen und Sofas prägt das Veranstaltungszentrum. “Die Kunst gibt es nicht. Nur Künstler” sagt er gegen Ende seines frei gehaltenen Vortrages. Und zitiert Churchill: “Success is going from failure to failure without a loss of enthusiasm”. Über die Diskussion schweige ich lieber höflich…
März 28th, 2007 at 08:11
Es passt in meine Mini-Serie zu Jägern und Sammlern: “Der Kunstsammler Erich Marx will nach einem Bericht des Berliner „Tagesspiegels” seine Sammlung aus dem „Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart“ in Berlin zurückziehen. Das habe er als Reaktion auf den Rücktritt seines Kurators Heiner Bastian angekündigt, der die Sammlung Marx aufgebaut und betreut hat. Seine Sammlung werde im Hamburger Bahnhof immer mehr an den Rand gedrängt, sagte Marx der Zeitung. „Das kann ich nicht zulassen.“ Der Sammler erwäge daher den Rückzug seiner Werke, „am liebsten sogar sofort“.” (gefunden in: Welt online) http://www.welt.de/kultur/article780848/Sammler_Erich_Marx_will_seine_Bilder_zurueck.html
März 30th, 2007 at 18:50
Lieber Herr Weisser,
schöner blog.
Darf ich zwei kleine Korrekturen anbringen Kultwerk West heissen wir, es ist ein sprachlicher Stolperstein, ich weiß, 40 zahlende Zuschauer waren es. Viele Grüsse, SB
Danke Frau Berenberg!