“Wie lange mag es dauern, bis es brummt im blog? Bis lebendige Diskussionen mit möglichst vielen Lesern die Arbeit lohnen. Kommt es überhaupt dazu?” Das schrieb ich, bevor Artona startete. Ein Jahr intensiver Arbeit. 224 Beiträge, 59 Kommentare. Zu wenig, wie ich finde. Nach einem Jahr ist ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Viele Erfahrungen mit Web 2.0 gesammelt. Teilweise vier Blogs parallel befüllt. Manchmal mit Platzfüllern, klar. Aber auch mit Perlen, wie mir jüngst eine Leserin bescheinigte. Ich habe mir mehr lebendige Diskussionen gewünscht. Sie fanden selten statt. Viel zu selten. Die Abrufzahlen meines Audio-Blogs Sketches and Scores zeigen deutlich: Gute Qualität wird gern genommen, aber geben will keiner. Nur saugen. Keine Rückmeldung, kein Kommentar. Web-Vampirismus? Mein Aufruf, Artona mitzugestalten, verhallte ohne nennenswerte Resonanz. Ich bin enttäuscht. Ent-täuschen bedeutet, sich von Illusionen zu befreien. Das tue ich jetzt. Um frei zu werden für Neues. Schon als junger Journalistikstudent schwor ich mir, niemals für den Papierkorb zu arbeiten. Im Jahr 2008 wird es weniger Veröffentlichungen geben, dafür mehr Multimediales. Künstlerporträts zum Beispiel. Meine Arbeit in Zukunft.
Ich danke ganz besonders Dir, Georg, der Du meine Arbeit seit so vielen Jahren begleitest. Auch über Ländergrenzen hinweg. Danke für dieses grosse Geschenk! Möge das Jahr 2008 viel Gutes für uns beide bereithalten, alter Freund!