Er meldete sich per mail. Um sich auszutauschen und seine Arbeit bekannt zu machen. Jörgen Habedank hat sich einige interessante Gedanken über Malerei gemacht, die ich hier ausschnittweise vorstellen möchte. In seinen Texten zur Malerei heisst es: Die Musik des Malens - das “Malen der Musik”…. Der Klang dieser Bilder ist ihre Aussage, ihr Inhalt. Bei den meisten Bildern ist kein direkt gegenständlicher Inhalt zu finden. Die Frage “Was ist hier abgebildet?” ist so nicht zu stellen, ebenso wenig wie, bezogen auf die Musik, die Frage “Was hat denn der Komponist da abgebildet?”. Dennoch findet sich in dieser Klang-, Form-, Farb- und Bewegungswelt etwas “Gegenständliches”. Ganz besonders gefiel mir auch dieser Abschnitt: Der Malakt - ein völlig improvisierter Vorgang. Die bange Frage, “Gelingt dieser Akt?” steht im Raum wie beim Schauspieler, der seinen Akt auf der Bühne spielt. Nur ist das Bild vorher nicht geübt, nicht erprobt, es ist im Moment des Entstehens ein Bühnenstück ohne Textbuch, ohne gelernten Text, ohne Regieanweisung - es ist eben Improvisation. Zeigt er doch, dass alle künstlerischen Ausdrucksformen zusammengehören, Teil desselben Ganzen sind. Von der sinnlichen Freude des Schaffens zeugt dieses Zitat: Ich male keine Bilder mehr - ich tanze jetzt Bilder! (…) das Bild ensteht ganz aus der physischen und seelischen Bewegung. Ich tänzele die Farbe auf das Bild, ich umwerbe die Fläche, den Rhythmus. Ich führe die Farbe, die Farbe führt mich.