Archive for September, 2007

Einladung Nr. 2

Montag, September 24th, 2007

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Kommt in Scharen um Euch diese wunderbare Installation noch anzuschauen! Giulia Follina vom Projekthaus Bahrenfelder Strasse 322 lädt alle Interessierten ein, sich noch bis zum 29. September “Fête des Fous” anzuschauen. Die Gemeinschaftsarbeit von Anna Lena Grau, Julia Steinmann, Moritz Altmann, Silke Silkeborg, Vanessa Nica Mueller und Wolfgang Fütterer kann noch Mittwoch bis Freitag von 16 bis 19.00 Uhr und Samstag von 13 bis 16 Uhr angeschaut werden. Am Freitag den 28. sind alle Künstler noch einmal von 16.00 bis 21.00 Uhr anwesend.

Copacabana auf dem Campus

Samstag, September 15th, 2007

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Du musst unbedingt zum Karneval der Kulturen kommen. Ich moderiere dort eine Bühne und spiele abends mit meiner Band! Meine Kollegin Leila Pantel hat mich fast überzeugt. Zumal gute Musiker zu ihrer Formation Banda Viva gehören. Trompeter Jan-Peter Kloepfel zum Beispiel. Er probte öffentlich mit der Jazzhaus-Bigband in Ottensens Motte. Das aus Berlin übernommene Strassenspektakel ist ein ganz besonderes kulturelles Franchise. Fatih Akin übernahm die Schirmherrschaft, vier Bühnen, Infozeltlager auf dem Unigelände und ein glamouröser Umzug durch die halbe Stadt. Thema dieses Mal: Brasilien trifft Rumänien. Als ich gegen 22 Uhr vor der Bühne ankomme, baut die Band gerade auf. Ich habe mich überwinden müssen, denn es hatte viel geregnet an diesem Tag. Und kalt ist es auch. Leila und die Band geben ihr Bestes, um schlechtes Wetter durch Bossa Nova und brasilianische Lebensfreude zu vertreiben. Es gelingt. Die Musik geht in die Beine. Besonders ein brasilianisches Pärchen vor der Bühne zeigt uns Hamburgern, wie es aussehen kann, wenn man mit vollem Körpereinsatz und viel Seele tanzt. Lächelnd wirbeln sie über den Asphalt vor dem Abaton. Copa Cabana auf dem Campus. Viel zu schnell ist der Auftritt zu Ende. Zu-ga-be: Mas que nada…

Theaterdonner

Mittwoch, September 12th, 2007

Theater ist wie das Innenleben eines Menschen. Zuerst bevölkern die Hauptdarsteller die Bühne, bestimmen die Aufführung. Währenddessen in der Garderobe: Die Nebendarsteller lümmeln lustlos herum, fiebern ihrem Auftritt entgegen. Aber die Hauptdarsteller lassen sie nicht. Schliesslich verkaufen sich Stars besser als Sternchen. Die werden immer unruhiger, machen ihrem Ärger immer lauter Luft. Währenddessen stört das lärmige Lamento aus dem Off immer mehr. Die Hauptdarsteller auf der Bühne spielen tapfer dagegen an. Keine Chance: Irgendwann stürmen die Nebendarsteller mit lautem Geheul auf die Bühne, vertreiben die Hauptdarsteller mit brachialer Gewalt. Dramatische Szenen spielen sich ab. Das Publikum ist verstört. Alle Beteiligten sind verunsichert. Im Leben nennt man so etwas tiefe Krise. Meist in der Mitte. Nachher ist alles neu. Der Regisseur rauft sich die Haare. Der Inspizient ist dem Nervenzusammenbruch nahe. Kein barmherziger Vorhang fällt. Im Gegenteil: The show must go on.

Trend

Montag, September 10th, 2007

Multimedia schien tot zu sein. Doch Totgesagte leben länger. Aktuell finden sich im Internet intelligente neue Arten, Text, Ton und Bild zu verbinden. Faszinierende Formen, um Geschichten zu erzählen. Bestes Beispiel: „mediastorm.org“. Eine Plattform, die spezielle Features von und für die „Washington Post“ oder auch „National Geographic“ zeigt. Ein neuer Trend im Online-Journalismus? Fabian Schweyhers Arbeit bestätigt das. Er bloggt auf „Soundphotographer.de“ über Audio-Bildergalerien, Flash-Journalismus und Storytelling im Web. Die Idee, sich mit „erzählstarken und in Deutschland weitgehend unbekannten Online-Formaten“ auseinanderzusetzen, entstand aus seiner Diplomarbeit im Studiengang Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt. Bisher findet sich nur auf der Webpräsenz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sporadisch eine multimedial aufbereitete Geschichte. Beim Marktführer „SPIEGEL online“ sucht man diese vergebens. Noch.

brandshof festiv

Freitag, September 7th, 2007

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Unter dem Titel „brandshof festiv“ finden vom 5. bis zum 9.9.07 eine Reihe von Veranstaltungen statt, welche die Macher „the countrylike festival in a very urban nature“ nennen. Musik, Performances, Installationen, kurz: Kunst und Kultur sollen dazu beitragen, das „vergessene Quartier“ am nördlichen Teil der Elbbrücken (Rothenburgsort) wieder ins Bewusstsein zu bringen. O-Ton: „Wir feiern das Festiv (…) nicht nur, um Euch an den Qualitäten des Ortes Teil haben zu lassen, sondern auch, um darauf aufmerksam zu machen, wie sich dieser Teil der Stadt entwickelt bzw. wie sich diese Entwicklung möglicherweise beeinflussen lässt.“ (Susanne Loga hat mich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht. Danke!)

Fete des Fous

Donnerstag, September 6th, 2007

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Sechs HfbK-Absolventen laden in der Nacht vom 8. auf den 9. September ab 20 Uhr zum „Narrenfest“ in den U.FO-Kunstraum, Bahrenfelder Str. 322. Die anschliessende Ausstellung von Anna Lena Grau, Julia Steinmann, Moritz Altmann, Silke Silkeborg, Vanessa Nica Mueller und Wolfgang Fütterer läuft bis zum 30. September, Mittwoch - Freitag von 16 bis 19.00 Uhr, Samstag von 13 bis 16 Uhr.

King of California, USA 2007

Dienstag, September 4th, 2007

king-of-california-400.jpg (Foto: 3L-Filmverleih)

Ein kleiner, netter Film, urteilen die Kritiker. Einen von ihnen hatte ich in das Abaton begleitet, um in einer Pressevorführung den Film King of California mit Michael Douglas und Evan Rachel Wood zu sehen. So ähnlich wie die Wonderboys, war das fachmännische Urteil. Bei dem Produzenten! Ich sah eine warmherzig erzählte Geschichte um die Schatzsuche eines liebenswerten Zausels und seiner leidgeprüften Tochter. Denn vor seinem Klinikaufenthalt schnitt sie den manisch-depressiven Vater vom Strick, an dem er zappelnd hing. Danach musste das 15jährige Mädchen das Leben allein meistern. Zwei Jahre lang. Bis der Vater die Klinik verlässt. Um ihr Leben zu verkomplizieren, indem er spanische Golddublonen in Südkalifornien sucht. Was beide auf ihrer Suche finden, ist ein tiefes Verständnis, das sich Vater und Tochter im Laufe des Films füreinander erarbeiten. Mühsam, Stück für Stück. Trotz materieller Not, Krankheit und anderen Unbilden des Lebens. Von McDonalds-Job bis zur Swingerparty. Von komisch bis tragisch. Herrlich, wie Douglas von Metalldetektor über einen Presslufthammer bis zum Bagger alles einsetzt, um seine (scheinbar) fixe Idee zu verwirklichen - egal ob das gepflegte Grün eines Golfplatzes oder der meterdicke Betonboden eines Supermarktes im Weg ist. Dabei schlägt sich die junge Darstellerin Evan Rachel Wood sehr gut gegenüber dem schauspielerischen Urgestein Michael Douglas. Der Film überrascht durch gescheite Einfälle - etwa wenn er den Zuschauer an einer Wahnvorstellung des Vaters teilhaben lässt: Ein Leopard im Schlafzimmer verwandelt sich ganz langsam in eine Hauskatze. Oder wenn die Handlung in einer Buchillustration buchstäblich lebendig wird. Was ist real, was Einbildung? Ein menschlich anrührender Film. Er startet am 15.11.2007 in den Kinos. Wenn er in ihrer Videothek angekommen ist, sollten Sie sich die DVD vorbestellen.

Multimediales

Montag, September 3rd, 2007

Wie Sie schon lesen konnten, hat mich das vergangene Open Air Jazzfestival in vielerlei Hinsicht fasziniert. So entstanden mehrere multimedial erzählte Geschichten. Einen Podcast finden Sie in meinem Audio-Blog „sketches and scores“. Zwei tonbasierte Bildergeschichten habe ich auf soulbase platziert: Eine über meinen ehemaligen Lehrer Olaf Gödecke und eine weitere über eine Veranstalterin des Jazzfestivals, Gabriele Benedix vom Jazzbüro Hamburg. Ich hoffe, dass es gelang, mehrere Sinne anzusprechen.

Peliculas espanolas

Samstag, September 1st, 2007

Ein Tipp für alle Freunde des spanischen Films: In Kooperation mit dem Kino 3001 im Schanzenviertel bietet das Instituto Cervantes eine Filmreihe mit deutsch-spanischer Einführung an. Alle Filme werden im Kino 3001 um 21 Uhr gezeigt:

5.9.07 Sè quièn eres von Patricia Ferreira. 10.10.07 Barrio von Fernando Leòn de Aranoa. 7.11.07 En la ciudad von Cesc Gay. 5.12.07 Tren de Somras von José Luis Guerlin.

Der Eintritt ist frei!