Wiedersehen macht Freude. Wieder lesen auch. Ein vor langer Zeit geschriebenes Gedicht. Fröhlich, verspielt, voller Freude und Leichtigkeit. Wo ist das alles nur geblieben. Davon hätte ich gern mehr…
Könntest Du Dich nur
mit meinen Augen sehen,
wie Du dastehst vor dem Spiegel,
in der Hand `nen Kleiderbügel,
nackt und bloß,
zart, zerbrechlich und doch groß.
Du bist schön, ich bin schüchtern,
(sonst bin ich doch so nüchtern)
kann meinen Blick nicht von Dir lassen,
das Bild könnte ja verblassen,
wie eine Seifenblase platzen,
eben schillernd, voller Farben, plötzlich weg.
Kann nicht anders, springe auf,
kniee vor Dir nieder,
spür´ den Schrecken Deiner Glieder,
die wunderbare Gänsehaut,
dann lachst Du laut.
Dein Körper voller Schauer,
warm und weich
und dennoch auf der Lauer.
Zur Abwehr bereit.
Ich umschliess´Dich
mit meinen Armen,
sanfter Druck, nein, kein Erbarmen,
bis Du ausgestreckt neben mir liegst,
meinen Kopf auf Deinem Bauch wiegst,
protestierend, prustend - und doch so bereit.
“Ich bin kitzlig!”, rufst Du mir zu.
Als ob ich das nicht wüsste.
Ich küsse Deine Brüste
und lasse Dich noch lange nicht in Ruh´…