Archive for the ‘Privates Logbuch’ Category

“Stille” Teilhaber

Dienstag, Juli 1st, 2008

jabisjun.png Auch im ersten Halbjahr 2008 setzt sich der positive Trend des letzten Jahres fort: Stetig steigende Zahlen bei den Seitenaufrufen

Hallo Sie! Ja, Sie sind gemeint!
Sie gehören zu den 200 bis 300 Besuchern, die täglich bei ARTONA vorbeischauen. Leider ohne ein Lebenszeichen (Kommentar) von sich zu geben. An diese “stillen” Teilhaber, die im Monat bis zu 20.000 Seitenaufrufe auslösen, richtet sich folgende Idee: Lust, sich zum Bürger-Journalisten fortzubilden? In Theorie und Praxis. Schreiben, Fotografieren, Gestalten und auf ARTONA veröffentlichen. Je unterschiedlicher, desto lebendiger. So wie der Bezirk. Etwas für Sie? Hier habe ich skizziert, wie dieser Vorschlag aussehen könnte…

Amaridyllis No. 2

Dienstag, Februar 26th, 2008

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Ottensen gilt als gesuchte Wohngegend. Warum eigentlich, frage ich mich immer häufiger. Es macht keine Freude, morgens aus dem Haus zu kommen und die Wahl zu haben, ob ich in Scherben oder Hundehaufen, in Hausmüllreste oder in frisch Erbrochenes trete. Und jeden Tag aufs Neu von den Stadtteil-Alkoholisten angebettelt zu werden, macht meinen Tag auch nicht gerade heller. Ich beginne, mich mehr und mehr nach Schönheit zu sehnen. Ausdruck dafür mag Amaridyllis No. 2 sein…

Valentinstag nachträglich

Samstag, Februar 16th, 2008

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Zitat von Sean Penn

Montag, Januar 28th, 2008

Es ist 9 Uhr 22. Mein innerer Kritiker setzt mir erbarmungslos zu. Warum ich mir so viel Zeit nehme, für meine Reise zu mir selbst, fragt er streng. Mit diesem Tonfall, der Rechtfertigungen erzwingt. Ich quäle mich bei der Antwort. “Weil ich es mir wert bin”. Währenddessen lese ich Nachrichtenseiten im Web und stoße auf das hier:

Als Kind war er fast krankhaft scheu und lebte in seinem eigenen Kosmos wie jemand, der sich nicht an die anderen verschwenden will, weil er ahnt, dass sie sein Geschenk nicht zu schätzen wissen, schreibt Georg Diez über den Schauspieler Sean Penn. In einem Interview auf ZEIT.de sagt Penn: “Wissen Sie, was ich glaube? Dass wir in eine Welt hineingeboren werden, in der sich niemand die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.”

Da scheint eine verwandte Seele zu sein. Ein zutiefst zorniger Idealist, der auch keinen Frieden schliessen kann mit den Ungerechtigkeiten des Lebens und der Welt…

P.S. Genau über mir, lassen trampelnde Elefantenherden (Nachbarn) Stille als etwas sehr Wertvolles erscheinen.

Über das Glück

Mittwoch, Januar 16th, 2008

Eben auf Zeit online fand ich eine dieser seltenen Perlen im Netz: Ein Interview mit Tal Ben-Shahar. Der Psychologe Tal Ben-Shahar ist einer der populärsten Harvard-Dozenten. Fast 900 Studenten kamen im vergangenen Semester zu seiner Vorlesung. Sein Thema: Glück.

“Schon als Kind hören wir: Ohne Fleiß kein Preis. Wir verlagern die Belohnung für unsere Arbeit – das Glück – in die Zukunft. Viele Studenten arbeiten fünf Jahre auf ihren Abschluss hin, und wenn sie fertig sind, geht es so weiter: noch mal fünf Jahre, um sich im Beruf zu etablieren. Dann noch mal fünf Jahre, um sich auf einen Chefposten hochzuarbeiten. Plötzlich sind sie 50. Und merken, dass sie viele Jahre verschenkt haben, in denen sie glücklicher hätten sein können.”

“Viele wählen ihr Fach nach den Berufsaussichten oder den Wünschen der Eltern. Persönliches Interesse, Leidenschaft und Spaß berücksichtigen sie dabei immer weniger, auch weil ihnen eingeredet wird, sie müssten sich nach dem Arbeitsmarkt richten. Was für ein Unsinn! Wenn man sich traut, mutig ist, etwas macht, an das man wirklich glaubt, dann öffnen sich die Türen. Bei der Berufswahl sollten die drei Faktoren »Stärken«, »Bedeutung« und »Freude« zusammenkommen. Man sollte etwas machen, für das man begabt ist, an dem man Freude hat und in dem man einen Sinn sieht.”

(Tal Ben-Shahar)

Interview: Juliane von Mittelstaedt/ Die Zeit

Theaterdonner

Mittwoch, September 12th, 2007

Theater ist wie das Innenleben eines Menschen. Zuerst bevölkern die Hauptdarsteller die Bühne, bestimmen die Aufführung. Währenddessen in der Garderobe: Die Nebendarsteller lümmeln lustlos herum, fiebern ihrem Auftritt entgegen. Aber die Hauptdarsteller lassen sie nicht. Schliesslich verkaufen sich Stars besser als Sternchen. Die werden immer unruhiger, machen ihrem Ärger immer lauter Luft. Währenddessen stört das lärmige Lamento aus dem Off immer mehr. Die Hauptdarsteller auf der Bühne spielen tapfer dagegen an. Keine Chance: Irgendwann stürmen die Nebendarsteller mit lautem Geheul auf die Bühne, vertreiben die Hauptdarsteller mit brachialer Gewalt. Dramatische Szenen spielen sich ab. Das Publikum ist verstört. Alle Beteiligten sind verunsichert. Im Leben nennt man so etwas tiefe Krise. Meist in der Mitte. Nachher ist alles neu. Der Regisseur rauft sich die Haare. Der Inspizient ist dem Nervenzusammenbruch nahe. Kein barmherziger Vorhang fällt. Im Gegenteil: The show must go on.

Eine Minute Vielfalt

Samstag, Juni 30th, 2007

Wie sehr ich John Williams´Fanfare aus “Star Wars” bewundere! Und noch mehr Jerry Goldsmiths “Star Trek”-Themen. Grandios, genial, göttergleich. Ich verbeuge mich in Demut vor diesen Meistern der Filmmusik. Obwohl ich nie an diese Olympier heranreichen werde, ist Musik lebenswichtig für mich. Ausdruck. Besser: Aus Druck. Da muss etwas raus, dass ich im Alltag nicht ausdrücken kann. Und so begann ich als faszinierter Laie, mich mit Musik zu beschäftigen. Komponieren, arrangieren und produzieren: alles mit dem Ziel, Bilder im Kopf des Hörers entstehen zu lassen. Zu berühren. Zu bewegen. Die neueste Arbeit begann mit einer Fanfare. Ganz anders als die von John Williams. Sie leitet eine Reise nach innen ein, stösst auf große Gegensätze, findet gelassene Ruhe und Schönheit, aber auch aufwirbelnde Dynamik. Genug der Worte: Hören Sie einfach selbst. Klicken Sie auf Eine Minute Vielfalt

Wandelberater: Wie mein Logo entstand

Montag, Juni 25th, 2007

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Beim Skribbeln. Natürlich. Die Form links unten faszinierte mich. Ein Kreis, perfekte Form, Symbol für Ganzheit. Kreis mit Zentrum. Zeichen für Apoll, Gott der Weisheit. Hier schien aus dem Zentrum etwas auszustrahlen. Wunderbare Metapher für Wandel. Allerdings sollte die Zielrichtung nicht nach unten gehen. Ausrichtung korrigieren, eine Schattierung hinzufügen, um Vielschichtigkeit und mehrere Dimensionen anzudeuten, fertig. Was meint Ihr??

MyTube

Mittwoch, Mai 30th, 2007

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Ich gestehe: Man kann mich als „homo glotzus visionarius“ bezeichnen. Oder Neudeutsch: als Fernsehjunkie. Das Bild zeigt mich, ermattet nach langem Tagwerk (schlochz!), wie ich mit leerem Blick in die Röhre (Neudeutsch: MyTube) schaue. Wenn ich gerade beim Outen (ebenfalls neudeutsch) bin: Jüngst erwarb ich in den heiligen Hallen des Media-Marktes ein Scart-Kabel. Das ermöglicht mir, DVDs zu schlauen, pardon: zu versingen. So kam ich in den Genuss von „Star Wars: Episode III“, zwei Rowling-Elaboraten und einem echten Highlight (neudeutsch!): Tatatataaahhh! (urdeutsch). Der dänische Film „Adams Äpfel“. Eine schrille, skurrile Komödie, die ich allen Schwarzmagiern, pardon: -humoristen wärmstens ans kalte Herz lege. Dänen lügen nicht!

Wandern zwischen den Welten…

Mittwoch, Mai 2nd, 2007

Ich radle gern durch Reiche-Leute-Gegenden. Othmarschen, Nienstedten, Elbchaussee, Eppendorf. Diese Ruhe. Die Zeit scheint hier langsamer zu laufen. Große Häuser. Große Gärten. Voller Stille. Manchmal auch voller Schönheit. Orte, um aufzutanken. Um mit der Seele zu baumeln. Kein Müll auf den Strassen wie in Altona, keine heruntergekommenen Menschen, die mir Leid tun. Keine sichtbare Verwahrlosung, wie in den Slums des Szene-Stadtteils Ottensen. Statt des Elends: Echte Erholung für die Sinne. Ich radle gern durch Reiche-Leute-Gegenden. Wandern zwischen den Welten…

P.S. Sechster Monat, hundertster Beitrag. artona wächst und gedeiht.